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Klimt-Landschafts-Kunstdrucke: Klassisch oder modern stylen?

A room-by-room guide to styling Klimt's lakes, forests and gardens in homes built a century after he painted them.

Miles Tanaka
MILES TANAKA
May 15, 2026
Klimt Landscape Prints: Classic or Contemporary Styling?

Gustav Klimt ist berühmt für Blattgold und vergoldete Porträts, doch seine Landschaften sind die leisere, eigenwilligere und vor allem wohnraumtauglichere Hälfte seines Œuvres. Entstanden überwiegend in den Sommern am Attersee zwischen 1900 und 1916, sind sie dicht, quadratisch, fast abstrakt – und fügen sich mit einer Selbstverständlichkeit in moderne Interieurs, die klassische Landschaftsmalerei so oft nicht hat. Dieser Guide zeigt, welche Motive wohin passen, wie Sie sie rahmen und welche Farbschemata in Ihrem Zuhause bereits stillschweigend auf einen Klimt warten.

Warum Landschaften der frühen Moderne in Räumen des 21. Jahrhunderts funktionieren

Klimts Landschaften wirken zeitgenössisch, weil sie fast keine Landschaften mehr sind. Die Buchenwald-Bilder lösen sich in vertikale Streifen auf. Die Attersee-Wasserstudien werden zu flachen Flächen aus gebrochenem Türkis. Garten mit Sonnenblumen liest sich eher wie ein Textilmuster als wie eine gemalte Szene. Klimt arbeitete mit Pointillismus, Symbolismus und einem starken Einfluss japanischer Holzschnitte – das Ergebnis ist ein Werkkomplex, der sich wie abstrakte Kunst mit erkennbaren Motiven darin verhält.

Genau diese Beinahe-Abstraktion ist der Schlüssel. Traditionelle Landschaften (denken Sie an nebelige romantische Täler) geben einem Raum oft die Stimmung vor. Klimts Landschaften tun das nicht. Sie funktionieren eher wie ein reich texturierter Teppich oder eine handglasierte Fliese: Sie fügen Muster und Tiefe hinzu, ohne eine Erzählung zu erzwingen.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Ab etwa 1900 malte Klimt seine Landschaften fast ausschließlich auf quadratischen Leinwänden. Mit einem Opernglas schnitt er Szenen zu engen, flachen Kompositionen. Für Ihre Wand ist das relevant, denn ein Quadrat sitzt anders als Hoch- oder Querformat: über Sofas ruhiger, über Betten gesetzter – und viel einfacher in Serien zu hängen.

Ein zeitgenössisches Wohnzimmer mit einem großen quadratischen, gerahmten Klimt-Attersee-Druck über einem niedrigen Leinen-Sofa, gestylt mit Keramikvasen und einem Wollteppich

Wohnzimmer: Attersee- und Wiesenmotive als Blickfang

Wohnzimmer vertragen ein großzügiges Fokusstück – und Klimts Attersee-Gemälde sind dafür gemacht. Insel im Attersee (1901) und Attersee I (1900) reduzieren den See auf fast reines Türkis mit der leisesten Andeutung von Uferlinien. Schloss Kammer am Attersee III (1910) liefert dieselben Wassertöne, verankert durch ein blassgelbes Gebäude. Diese Bilder sind ruhig, mineralisch, zeitgemäß.

Ein Attersee-Druck von Klimt wirkt über dem Sofa am besten, wenn die Größe stimmt. Für ein Dreisitzer-Sofa (ca. 210 cm breit) zielen Sie auf ein quadratisches Format von 70 x 70 cm im Rahmen – oder gehen Sie, falls die Deckenhöhe es zulässt, mit einer Leinwand bis 100 x 100 cm. Hängen Sie die Bildmitte auf etwa 145 bis 150 cm ab Boden oder rund 20 cm über der Sofakante – je nachdem, was großzügiger wirkt.

Die Seemotive harmonieren hervorragend mit Mid-Century-Nussbaum, naturfarbenen Polsterstoffen, Terrakotta-Akzenten und allen Räumen, die ohnehin in Blaugrün spielen (Salbei, Eukalyptus, pudriges Petrol). Mit hochkontrastigen Schwarz-Weiß-Interieurs beißen sie sich unserer Meinung nach – dafür ist die Palette zu weich.

Lieber Wiese statt See? Mohnfeld (1907) bringt wärmere Rot- und Grüntöne und liest sich stärker wie ein Textil. Es passt zu weicheren, bohemian-inspirierten Räumen: Rostsamt, gelayerte Teppiche, Messinglampen. Stöbern Sie in der größeren Klimt-Landschafts-Kollektion, um zu sehen, wie Wiesen- und Seemotive nebeneinander wirken – Sie merken schnell, dass sie in ganz unterschiedliche Räume gehören.

Mehr Orientierung fürs Fokusstück finden Sie in unserer Auswahl an Wandkunst fürs Wohnzimmer – mit Alternativen, wenn ein Quadrat an Ihrer Wand nicht ideal ist.

Schlafzimmer: Die beruhigende Stärke von Klimts Waldmotiven

Klimts Waldmotive sind die am meisten unterschätzten Werke in seinem Katalog. Buchenwald I (1902), Birkenwald (1903) und Kiefernwald II (1901) sind vertikale Kompositionen aus wiederkehrenden Stämmen über Teppichen aus Laub. Sie sind meditativ auf eine Weise, die die vergoldeten Porträts nie sind – und damit ideal fürs Schlafzimmer.

Zwei Gründe. Erstens: Die Paletten (Rost, Ocker, moosiges Grün, weiches Birkenweiß) sind warm, ohne aufzuputschen. Zweitens: Der wiederkehrende, vertikale Rhythmus der Stämme wirkt wirklich beruhigend – so wie Regen oder ein Feuer zu betrachten. Das sind Bilder, zu denen man gern aufwacht.

Über einem Standard-Doppelbett (140 cm breit) funktioniert ein einzelner, gerahmter Wald-Print in 70 x 70 cm mittig über dem Kopfteil wunderbar. Für King oder Super King skalieren Sie auf 80 x 80 cm im Rahmen oder wählen Sie eine Leinwand in 100 x 100 cm, um die Wand wirklich zu füllen. Zentrieren Sie das Bild etwa 15 bis 20 cm über der Oberkante des Kopfteils.

Wenn die Wandbreite es zulässt, erzeugen zwei Waldmotive rechts und links des Betts (zum Beispiel Birke und Buche) eine leise immersive Wirkung – als stünde das Bett auf einer Lichtung. Beide Prints sollten gleich groß und gleich gerahmt sein, damit der Effekt trägt.

Schlafzimmer-Paletten, die Klimt-Wälder schmeicheln: cremefarbene Wände, Eichenmöbel, Leinenbettwäsche in Stein- oder Lehmtönen. Vermeiden Sie allzu kühle Töne: Die Wälder haben einen goldenen Unterton, der sich mit graublauen Räumen beißt.

Ein ruhiges Schlafzimmer mit zwei quadratischen, gerahmten Klimt-Birkenwald-Prints, die das Bett flankieren – vor cremeweißen Wänden mit Leinenbettwäsche in Lehm- und Steintönen

Küchen und Essbereiche: Gartenbilder, die Wärme bringen

Die Gartenbilder zeigen Klimt von seiner dekorativsten Seite – ein Geschenk für Küchen und Esszimmer. Garten mit Sonnenblumen (1907), Bauernhausgarten mit Sonnenblumen (1907) und Bauerngarten (1907) sind dichte, freudige, fast tapetenartige Kompositionen, die sich gegen die visuelle Betriebsamkeit einer Arbeitsküche behaupten.

Warum gerade diese Räume? Küchen bestehen aus harten Flächen, Schränken, Geräten und vielen geraden Linien. Sie brauchen Kunst, die mit Textur und Wärme gegenhält, statt mit Zurückhaltung unterzugehen. Das wilde Blühen im Bauerngarten aus Rot, Weiß und Gelb leistet genau das.

Im Esszimmer hängen Sie ein Gartenmotiv an die Wand gegenüber der Hauptsitzposition – so blicken Gäste über den Tisch direkt ins Bild. Ein 50 x 50 cm großer, gerahmter Druck funktioniert in kleinen Essnischen; für einen richtigen Sechssitzer gehen Sie auf 70 x 70 cm. Das Quadrat sitzt hervorragend über Anrichten und Credenzas, wo rechteckige Formate oft verloren wirken.

Praktischer Hinweis: In Küchen gibt es Dampf und Temperaturschwankungen. Leinwände kommen mit Luftfeuchtigkeit besser zurecht als Papier, und eine handgespannte Poly-Baumwoll-Leinwand auf Massivholz verzieht sich nicht so leicht wie ein schlecht montierter Rahmen. Wenn Ihr Essbereich direkt an eine lebhafte Küche grenzt, tendieren Sie zu Leinwand. Ist es ein separater, trockener Raum, liefert gerahmtes Papier ein polierteres, etwas formelleres Finish.

Flure und Treppenhäuser: Eine Klimt-Landschaftsserie aufbauen

In Fluren zeigt sich der Vorteil des Quadrats besonders. Die meisten Landschaften (im klassischen Querformat) sind in schmalen Bereichen unpraktisch. Quadratische Prints nicht: Sie sitzen entspannt über Heizkörpern, zwischen Türzargen und entlang einer Treppe.

Eine dreiteilige Klimt-Serie ist der einfachste Gewinn. Probieren Sie Birkenwald, Buchenwald I und Kiefernwald II zusammen: drei Waldszenen, gleiches Format, leicht unterschiedliche Paletten. Hängen Sie sie in einer Reihe mit 8 bis 10 cm Abstand, auf Augenhöhe zentriert (um 150 cm).

Am Treppenaufgang folgen Sie der Linie der Stufen. Hängen Sie jeden Print so, dass seine Mitte 150 cm über der Stufe direkt darunter liegt. So bleibt die Betrachtungshöhe beim Aufstieg konstant. Fünf Prints in Folge sind für eine typische Treppe ideal. Wenn Sie Vielfalt möchten, mischen Sie Attersee-, Wald- und Gartenmotive – aber halten Sie alle Rahmen identisch (gleiches Holz, gleiche Breite, gleiche Passepartoutbreite), damit der eklektische Inhalt als bewusstes Set wirkt.

Eine Galerie aus Klimt-Landschafts-Kunstdrucken ist außerdem eine smarte Möglichkeit, Klimt ins Zuhause zu holen, ohne sich auf ein großes Fokusstück festzulegen. Flure sind Low-Stakes-Zonen: Hier dürfen Farbe und Dichte mutiger sein als im Wohnzimmer.

Ein heller Flur mit einer horizontalen Reihe aus drei passenden, quadratischen Klimt-Wald-Prints in Eichenrahmen, gehängt über einem Konsolentisch mit einer Vase getrockneter Gräser

Rahmen vs. Leinwand: Welches Finish in welchem Raum

Beide Ausführungen haben ihre Berechtigung – die Wahl sollte vom Raum ausgehen, nicht vom Budget.

Wann zu Rahmen greifen

Gerahmte Drucke wirken bewusster. Mattes Papier, weißes Passepartout, massiver Holzrahmen und eine UV-schützende Acrylverglasung (spiegelt nicht wie Glas) ergeben ein Finish, das wie aus der Galerie wirkt. Wählen Sie Rahmen für:

  • Wohnzimmer, in denen das Werk klarer Blickfang ist
  • Schlafzimmer, wo mattes Papier intimer wirkt
  • Esszimmer mit traditionellem oder transitionalem Dekor
  • Räume mit guter, kontrollierter Beleuchtung

Die Acrylverglasung ist wichtiger, als viele denken. Normales Glas spiegelt jede Lampe und jedes Fenster – bei Klimts texturreichen Oberflächen besonders ungünstig. Sie wollen Pinselduktus sehen, nicht Ihre Deckenleuchten.

Wann Leinwand die bessere Wahl ist

Leinwanddrucke haben eine weichere, malerischere Präsenz. Durch den gespiegelten Kantenumschlag bleibt das Motiv unbeschnitten, und die handgespannte Poly-Baumwolle über einem Massivholzrahmen gibt spürbare Haptik und eine leicht informelle Note. Wählen Sie Leinwand für:

  • Küchen und Essbereiche in Herdnähe (feuchtigkeitsresistent)
  • Große Statements ab 100 x 100 cm, bei denen Rahmen viel Gewicht addieren
  • Moderne, minimalistische Räume, in denen ein Rahmen zu fusselig wäre
  • Räume mit direktem Sonnenlicht, in denen Sie null Blendung möchten

Klimts beinahe-abstrakte Oberflächen (das Laub im Buchenwald, das flirrende Attersee-Wasser) übersetzen sich besonders gut auf Leinwand. Die Gewebestruktur verstärkt die gemalte Textur – authentisch zum Original.

Der ehrliche Trade-off ist die Präsenz: Gerahmtes wirkt fertiger, Leinwand entspannter. Beides ist richtig – es kommt auf den Raum an.

Farbpaletten in Ihrem Zuhause, die natürlich mit Klimt-Landschaften harmonieren

Klimts Landschaften lassen sich grob in drei Palettenfamilien einteilen. Sie an Ihr bestehendes Schema anzudocken, ist der schnellste Weg, damit ein Print aussieht, als hätte er schon immer dorthin gehört.

Türkis und kühle Blautöne (die Attersee-Werke)

Insel im Attersee, Attersee I, Schloss Kammer III. Kombinieren mit: Leinen in Hafer-/Oatmeal-Tönen, hellem Eichenholz, warmweißen Wänden, Messingdetails, Terrakotta oder Rostakzenten. Das Türkis braucht Wärme als Gegengewicht. Meiden Sie kühles Grau oder strenge Weißraum-Modernismen – dort kippt es ins Kalte.

Gold, Ocker und Rost (Wald- und Herbstmotive)

Buchenwald I, Birkenwald, Mohnfeld. Kombinieren mit: Creme, Lehm-/Clay-Tönen, Salbeigrün, Walnussholz, Leder, Keramik. Diese Paletten sind die dankbarsten, weil sie quasi neutral-adjacent sind – sie schmeicheln fast jedem Raum mit natürlichen Materialien.

Sattes Rot, Grün und Weiß (die Gartenmotive)

Garten mit Sonnenblumen, Bauerngarten, Bauernhausgarten. Kombinieren mit: ruhigeren, reduzierten Räumen. Das Bild bringt die Farbe. Hängen Sie es vor Off-White oder weiche Grüntöne, mit zurückhaltendem Mobiliar. Nicht konkurrieren.

Ein hilfreicher Kniff: Greifen Sie die dominierende Farbe des Klimt-Prints auf und wiederholen Sie sie an genau einer Stelle im Raum (Kissen, Lampenfuß, Teppichkante). Eine Wiederholung genügt – mehr wirkt schnell wie ein Thema.

Ein modernes Esszimmer mit einem großen, gerahmten Klimt-Garten-Print an einer blassgrünen Wand, kombiniert mit einem Walnuss-Tisch und keramischem Geschirr

Wenn Sie noch eingrenzen, hilft es, unsere kuratierte Auswahl an Landschafts-Kunstdrucken parallel zur Klimt-Selektion zu durchstöbern. Oft bestätigt gerade der Kontrast, warum es ein Klimt sein soll.

Ein Wort zur saisonalen Rotation

Eine stille Freude an Klimt-Landschaften ist, sie mit den Jahreszeiten zu tauschen. Hängen Sie die Attersee-Werke im Sommer, wechseln Sie im Herbst zu Buchenwald I oder Birkenwald und holen Sie die Gartenbilder im späten Frühling heraus. Klimt malte diese Werke selbst während konkreter Sommeraufenthalte am Attersee – die saisonale Logik steckt im Katalog.

Wenn Sie so vorgehen, investieren Sie in zwei bis drei Werke in identischem Rahmen und identischen Maßen – so wird der Wechsel wirklich ein Wechsel, keine Umhäng-Aktion. Lagern Sie den Off-Season-Print flach, eingewickelt, trocken.

Zum Schluss

Klimts Landschaften sind vielseitiger, als ihr Alter vermuten lässt. Das quadratische Format, die beinahe-abstrakten Oberflächen und drei klar unterscheidbare Palettenfamilien bedeuten: Es gibt für fast jeden Raum einen passenden Klimt – vorausgesetzt, Sie wählen das Werk zum Raum, nicht umgekehrt. Starten Sie mit der vorhandenen Palette, wählen Sie die Klimt-Familie, die sie schmeichelt, und entscheiden Sie dann zwischen Rahmen oder Leinwand anhand von Licht und Luftfeuchte. Sitzen diese drei Entscheidungen, wirkt das Bild, als hätte es dort schon immer gelebt.

Ein reich geschichteter Wintergarten mit einer durchgehenden Wand in tiefem Petrol – zwischen Blau und Grün, satt und umhüllend. Davor ein niedriges Rattansofa, belegt mit Textilien, darunter ein Vintage-Kilim-Kissen in verwaschenem Rot und Indigo, leicht eingedrückt, wo zuletzt jemand saß. Über dem Sofa hängen drei gerahmte Kunstdrucke in einer asymmetrischen Gruppe: Der größte Print links; rechts zwei kleinere übereinander – die Oberkante des oberen kleineren Prints bündig mit der Oberkante des großen, die Unterkante des unteren kleineren bündig mit dessen Unterkante, dazwischen ein Abstand von 7 cm. Links steht ein marokkanischer Messing-Tabletttisch mit einem Messing-Teeglas aus der Türkei auf einem kleinen gravierten Tablett; das Glas fängt das Licht, darunter ein kleiner Wasserring. Rechts auf dem Boden ein handgeflochtener marokkanischer Korb, gefüllt mit gerollten Textilien – Indigo, Safran, naturbelassene Wolle. Der Boden: zementäre Enkaustikfliesen mit geometrischem blau-cremefarbenem marokkanischem Muster. Durch einen hölzernen Latten-Schirm an der Glasfront des Wintergartens fällt Nachmittagslicht und wirft gefleckte, ornamentale Schatten über die Petrolwand und die Rahmen. Die Kamera blickt leicht schräg von rechts, mittlere Einstellung mit Tiefe und Schichtung. Ein Raum wie ein Reisepass, geprägt von Dingen.

In diesem Blog vorgestellte Fab-Produkte


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